Realtalk | Daniel Pugge im Interview: Sind Nahrungsergänzungsmittel für mich sinnoll?

Wann sollte ich Supplements wirklich kaufen und wann wird bloß Angst geschürt, durch die Industrie? In der heutigen Podcast-Folge sprechen wir darüber, ob Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll sind für Sportler und Nicht-Sportler. Im zweiten Teil des Interviews schauen wir darauf, wann die Industrie bloß Angst schürt, um uns zu Käufern zu machen.


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Gemeinsam hinterfragen wir dein Ernährungssystem. 
Wie können wir Essverhalten durchschauen und verstehen? 
Was sind Gewohnheiten und wie können wir sie verändern? 
Mein Name ist Robert Siegers. Ich bin ausgebildeter 
Fitnesstrainer und Student der Humanernährung. 
Die im Intro und Outro genutzte Musik ist Apollo von Kyris.

Daniel, Du bist Leistungssportler und Sportwissenschaftler. Wie stehst Du zu Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler?

Ich sehe das ganze Thema sehr differenziert. Nahrungsergänzungsmittel, wie sie heute verkauft werden, können an sich natürlich sinnvoll sein. Was es dabei jedoch zu beachten gilt, ist, das jeder Mensch individuell Supplements einnehmen sollte. Weil jeder sich in seiner Lebensweise, seinem System derart unterscheidet, benötigt auch jeder gegebenenfalls andere Nahrungsergänzungsmittel. Bei Sportlern ist das Thema besonders interessant. Auch hier gilt dennoch, es gibt wirklich wenige Nahrungsergänzungsmittel, wo man wissenschaftlich belegen kann, dass sie eine Wirkung haben. Kreatin ist so ein Beispiel. Kreatin lohnt sich besonders für Kraftsportler, doch auch hier ist die Frage, ob es dem Freizeitathleten wirklichen Mehrwert beschert. Was bringt es einem Jugendlichen Kraftsportler, wenn er durch Kreatin statt 100 Kg, jetzt 101 Kg auf der Bank drücken kann? Ich meine, alleine für den Effekt des Muskelaufbaus, ergibt das wenig Sinn.

Welche Nahrungsergänzungsmittel nutzt Du selbst, um Deine sportliche Leistung zu maximieren?

Kreatin halte ich für sinnvoll im Kraftsport. Ich persönlich nutze gerne Koffein in geringen Dosen, 50 – 100 mg vor einer Trainingseinheit. Das entspricht ungefähr einer halben Tasse Kaffee. Neben Kreatin und Koffein gibt es jedoch wenig Supplements, die ich empfehlen würde. Bei Beta-Alanin und Co wird es dann schon schwierig. Als Marathonläufer sind vielleicht noch Proteine in Form von EAA-Pulver, Salz oder andere Elektrolyte sinnvoll. Es kommt jedoch immer wirklich auf das Individuum an!

Daniel, wie sieht es mit Nahrungsergänzung für Nicht-Sportler aus? Der Markt wirbt ständig damit, dass ich mir alle Nährstoffe in Pillenform kaufen sollte, um gesund zu bleiben.

Auch hier kommt es ganz darauf an! Man kann keine Pauschalaussagen für eine Gruppe von Leuten treffen. Menschen sind sehr individuell. Bevor ich mir ein Nahrungsergänzungsmittel kaufe, sollte ich mich erst einmal fragen, WARUM ich es brauchen sollte. Erzählt mir die Werbung, dass ich es kaufen soll, oder habe ich wirklich einen Mangel? Mit ein wenig Ernährungsverständnis, kann das jeder Verbraucher selbst nachvollziehen. Wenn mir eine Werbeanzeige beispielsweise suggeriert, ich bräuchte Magnesium, dann schaue ich mir Magnesium mal bei Wikipedia an und stelle fest, dass es viel in Nüssen vorkommt. Wenn ich als Verbraucher dann weiß, dass ich viele Nüsse esse, dann wird es nicht daran liegen. Die Hersteller werben oft mit den gleichen Versprechen für alle Produkte. Wenn Du zum Beispiel müde bist, kann es quasi an allen Vitaminen oder Mineralstoffen liegen. Zudem kannst Du auch einfach zu wenig Schlaf haben. Du weißt es nicht, der Werbung nach solltest Du jetzt Vitamin D, K, E, C, Magnesium, Zink oder Eisen nehmen. Ich würde es mir durch Ausschluss herbeiführen. Stell Dir mal die Fragen: Schläfst Du genug? Gehst Du ausreichend in die Sonne? Isst Du selten verarbeitete Speisen? Alleine mit diesen Fragen kannst Du schon eine Menge herausfinden!

Wie kann ich mein Ernährungsverständnis verbessern?

Dazu empfehle ich Dir mein kostenloses Buch. Das findest Du HIER. Roberts kostenloses E-Book findest Du HIER. Durch die kostenlosen Bücher bekommst Du einen Überblick über das Thema Ernährung. Ein starkes Ernährungsbewusstsein ermöglicht Dir den Durchblick. So kann Dir die Industrie irgendwann gar nichts mehr. Wenn Du Dich in dem Bereich Ernährung weiterbildest, dann wirst Du automatisch weniger Nahrungsergänzungsmittel benötigen, weil Du Dein Essverhalten von Zeit zu Zeit umstellen wirst – zum positiven hin.

Wie kann ich als Verbraucher herausfinden, welche Nahrungsergänzungsmittel sich für mich eignen?

Den ersten Schritt tust Du am bestenfalls mit einem kleinen Fragebogen: Schlafe ich 7-9 Stunden? Schlaf ist die wichtigste Komponente, damit unser Körper gut arbeiten kann und gesund bleibt. Als Nächstes kannst Du Dich fragen, ob Du nur drinnen arbeitest und wie viele Stunden Du draußen in der Sonne verbringst. Solltest Du den ganzen Tag nur im Büro sein, kannst Du natürlich mit einem Vitamin D-Supplement Deine Speicher füllen. Denk jedoch daran, anschließend beim Arzt den Vitamin-D-Spiegel überprüfen zu lassen. Als Nächstes gilt es zu schauen, ob Deine Ernährung so stimmt oder nicht. Lass gerne mal Experten darüber schauen. Du kannst Robert oder mir ganz einfach mal Deine Mahlzeiten zuschicken, als Foto, dann können wir Dir schnell sagen, ob was fehlt und ob es sich lohnt Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Es gibt auch einige Gruppen und Foren, die solche Inhalte besprechen.